Rosmarie Urich ist die Geschäftsführerin der Spitex Fricktal AG (SFAG). Schon bald 28 Jahre arbeitet sie bei der Spitex und seit 2015 leitet sie die Firma mit rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir möchten sie heute näher vorstellen.

Rosi, wie bist du zur Spitex gekommen?

Nach der Ausbildung zur Krankenschwester (AKP) sammelte ich während zwei Jahren Erfahrungen auf der medizinischen Abteilung. Die Arbeit im Akutspital war lehrreich, doch die festen Strukturen liessen mir zu wenig Flexibilität für die Pflege, wie ich sie mir vorstellte.

Ich gönnte ich mir eine Auszeit um ich mich neu zu orientieren und jobbte ein paar Wochen auf einem Bauernhof. Das Inserat des Krankenpflegevereins Möhlin weckte in mir die Kindheitserinnerung an die Gemeindekrankenschwester im Dorf meiner Grossmutter, welche damals mit einer grossen Faszination auf mich wirkte.

Als noch sehr junge Pflegefachfrau, was damals selten war in der Spitex, wurde ich kritisch geprüft. Ich arbeitete als einzige Vollzeitmitarbeiterin in einem 4er-Team als Spitexfachfrau. Das Krankenversicherungsgesetz stützte die Entwicklung in der ambulanten Versorgung und der Krankenpflegeverein vergrösserte sich zum Spitex-Verein, dessen Führung ich übernehmen durfte. Mit der Fusion zur SFAG wuchs die Mitarbeiteranzahl nochmals und im Mai 2015 habe ich dann die Position als Geschäftsführerin übernommen. 

Was ist dir besonders wichtig bei deiner Position als Geschäftsführerin?

Ich orientiere mich an den Wertvorstellungen, die wir mit den Teamleitungen formuliert haben. Mein Ziel ist es Grundlagen dafür zu schaffen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Freude und Motivation ihren Beruf ausüben können.

Sie sollen gefördert werden und Entwicklungsmöglichkeiten haben. Ich möchte offene Ohren für die Anliegen der Mitarbeitenden haben und als Vorbild vorangehen.

Was motiviert dich an deiner Position?

Alle 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten für das gleiche Ziel: Unsere Kunden professionell und umfassend zu betreuen und ihnen eine individuelle Pflege zukommen zu lassen. Es bereitet mir Freude, das Zusammenwachsen der ehemaligen Vereine zu unserer SFAG zu beobachten und zu spüren.

Was schätzt du besonders an der Form der Gesundheitsversorgung der Spitex?

Die Spitex ist eine Partnerin, die im Gesundheitswesen immer wichtiger wird. Sie erfüllt genau das, was sich die meisten Menschen wünschen: Möglichst lange zu Hause leben und ihre Autonomie behalten können.

Was ist dir wichtig als Ausbildungsbetrieb?

Ich finde es sehr wichtig, dass die Spitex ihre eigenen Fachleute ausbildet, da sie sich in den letzten Jahren enorm entwickelt und spezialisiert hat. Unser Ziel ist es jungen Menschen die Möglichkeit zu geben diese tolle Ausbildung zu machen und sie für die Spitex zu begeistern.

Die Lernenden werden professionell begleitet und haben in jedem Team Ansprechpersonen, damit sie sich gut aufgehoben fühlen und gezielt gefördert werden.

Was machst du als Ausgleich zu deiner Arbeit privat?

Die knappe Zeit mit meiner Familie - meinem Mann und unseren Kindern im Alter von 14 und 19 Jahren - geniesse ich sehr. In den Ferien verreisen wir gerne mit unserem Wohnmobil, immer öfter ohne Kinder, dafür mit den Bikes. Als körperlichen Ausgleich trainiere ich im Fitnessstudio oder bin mit meiner Frauenbikegruppe unterwegs.

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