Rahel Kindler hat diesen Sommer ihre Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit gestartet. Sie ist 21 Jahre alt und arbeitet im Standort Bözen. Uns interessiert, wie sie in die Ausbildung gestartet ist und haben ihr deshalb einige Fragen gestellt.

Wie hast du die ersten Monate deiner Ausbildung erlebt?

In den ersten Monaten meiner Ausbildung als FaGe habe ich sehr viel Neues dazu gelernt. Das Team vom Standort Bözen hat mich herzlich aufgenommen, ich fühle mich dort sehr wohl.

Ich schätze, dass sich meine Kolleginnen viel Zeit nehmen, um mir alles zu erklären und zu zeigen. Durch die Freude am Neuen und dem Spass an der Ausbildung, sind die ersten paar Monate wie im Flug vergangen. Ich bin sehr glücklich, dass ich die Lehre bei der Spitex Fricktal AG machen darf.

War die Umstellung von der Schule ins Berufsleben schwierig für dich?

Da ich nach der obligatorischen Schulzeit bereits eine weiterführende Schule besucht habe und auch 8,5 Stunden am Tag zur Schule ging, waren das frühe Aufstehen und die Arbeitszeiten kein Problem. Es gibt aber schon ein paar Umstellungen für mich. Den Schulalltag zum Beispiel verbringe ich meist sitzend - als FaGe bin ich fast den ganzen Tag auf den Beinen.

Neu für mich ist auch, dass ich in einem Team arbeite. Ich bin mit meinen Kolleginnen in regelmässigem Austausch und informiere meine Vorgesetze über Beobachtungen oder Veränderungen bei den Kunden. Das Team, sowie auch meine Berufsbildnerin und Teamleiterin sind sehr interessiert an mir und meiner Arbeit. Ich finde, dass sie sich sehr viel Mühe geben, damit ich eine gute und erfolgreiche Lehre mache.

Was gefällt dir besonders an deiner Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit?

Es ist nicht eine bestimme Tätigkeit, die mir besonders gut gefällt. Mir gefällt der ganze Beruf sehr gut. Besonders wichtig finde ich den Kontakt zu unseren Kundinnen und Kunden. Sie erzählen gerne und erlauben mir einen Einblick in ihre Geschichte. Es ist spannend aus früheren Zeiten und den verschiedenen Lebensweisen zu erfahren.

Von meinen Arbeitskolleginnen erfahre ich viel über meinen Beruf. Sie sind meist älter als ich. Ich kann enorm viel von ihnen lernen und profitieren, in der Pflege, sowie auch im Leben.

Auch die pflegerischen Tätigkeiten am Menschen machen mir Freude. Es ist toll, den Menschen ein gutes Gefühl zu geben. Zum Beispiel, wenn sie sich nach dem Duschen besser, wohler und frischer fühlen.

In den letzten Monaten ist mir bewusst geworden, dass Pflege nicht gleich Pflege ist. Es geht nämlich nicht nur darum, was ich mache, sondern auch wie ich es mache. Wie der Kunde oder die Kundin die Pflege wahrnimmt, hängt zu einem grossen Teil davon ab, wie ich auf mein Gegenüber zugehe und eingehe. Ich finde dies eine sehr schöne Erkenntnis.

Würdest du die Ausbildung bei der Spitex Fricktal AG weiterempfehlen und wenn ja, warum?

Ja, auf jeden Fall. Ich werde sehr gut angelehrt und begleitet. Bei Fragen oder Unsicherheiten, kann ich immer zu jemandem in meinem Team gehen. Meine Kolleginnen nehmen sich gerne Zeit für mich und erklären mir was ich wissen möchte.

Alle im Team geben sich viel Mühe, damit ich viel lernen und theoretisches Wissen in der Praxis umsetzen kann. Sie unterstützen mich auch bei schulischen Fragen.

Du hast dich dazu entschieden die Lehre zur FaGe mit Berufsmatur zu machen. Welche zusätzlichen Herausforderungen bringt das mit sich?

Da wir neben dem Berufskundeunterricht noch sechs weitere Maturafächer besuchen, haben wir fast jede Woche 2-3 Prüfungen, im Besonderen vor den Schulferien. Dies ist anstrengend, aber mit einer guten Organisation machbar.

Ich gehe gerne in die Schule und Prüfungen zu schreiben gehört eben dazu. Der Nachteil der berufsbegleitenden Matura ist, dass ich weniger Freizeit habe, da ich jede 2. Woche 3 statt nur 2 Tage zur Schule gehe und manchmal auch am Wochenende auf die Prüfungen lernen muss.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich liebe Sport und Bewegung über alles. Deshalb gehe ich sehr gerne Joggen oder Radfahren. Im Frühling, Sommer und Herbst gehe ich fast jedes Wochenende in die Berge. Am liebsten gehe ich auf zweitägige Wanderungen mit meinen Kollegen und Kolleginnen, bei der wir in einer SAC- Hütte übernachten.

Im Winter fahre ich sehr gerne Ski oder mache Schneeschuhwanderungen mit meiner Familie. Wenn ich es aber auch einmal ein bisschen gemütlicher haben möchte, gehe ich alleine oder mit meinen Nachbarshunden spazieren.

Liebe Rahel, vielen Dank für dieses spannende Interview! Wir wünschen dir für deine Ausbildung alles Gute und dass du weiterhin mit so viel Freude und Begeisterung deiner Arbeit nachgehst.

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