Gegen Ende der Ausbildung zur Fachfrau/Fachmann Gesundheit findet das sogenannte Qualifikationsverfahren (Abschlussprüfung) statt. Es besteht aus einem praktischen Teil (praktische Prüfung, Präsentation und Fachgespräch) und einem schriftlichen Teil.

Anforderungen praktische Arbeit

Die individuelle praktische Arbeit (IPA) findet zwischen Februar und April im Ausbildungsbetrieb statt. Die lernende Person muss im Rahmen von im beruflichen Alltag eingebetteten Situationen zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Dieser Qualifikationsbereich beinhaltet 7 Kompetenzen aus 4 Handlungskompetenzbereichen.

Vorbereitung zur IPA

Drei Wochen vor der IPA erfährt die Kandidatin/der Kandidat, welche 7 Kompetenzen geprüft werden und kann jetzt eine davon für die Präsentation wählen. Am Arbeitstag vor der IPA bespricht die Fachkraft die konkrete Aufgabenstellung und nennt die zu besuchenden Kunden. Die Kandidatin/der Kandidat erstellt nun eine Arbeitsplanung.

Prüfungstag (IPA)

Die Kandidatin/der Kandidat startet wie gewohnt im Betrieb und wird während der Prüfung von der Fachkraft auf Schritt und Tritt begleitet. Zusätzlich kommt im Laufe der Prüfung eine externe Expertin/ein externer Experte für 1 Stunde dazu. Für die Lernenden ist es anspruchsvoll, trotz Aufregung die Kompetenzen sorgfältig und korrekt auszuführen und dabei die Zeit stets im Auge zu behalten.

Auch die Fachkraft ist gefordert, da sie für die geforderten 7 Kompetenzen die einzelnen Schritte der Lernenden fortlaufend überprüfen und beurteilen muss. Beide sind froh, wenn die praktische Sequenz überstanden ist und nun Zeit zum Durchatmen bleibt. Die Fachkraft zieht sich nun zurück und beurteilt die 7 Kompetenzbereiche anhand der dokumentierten Beobachtungen.

Präsentation und Fachgespräch

Die Absolventin/der Absolvent bereitet sich auf die Präsentation und das Fachgespräch am Nachmittag vor. Das externe Expertenteam hört sich die 10-minütige Präsentation über eine Handlungskompetenz an, im Anschluss findet das 20-minütige Fachgespräch über 3 der 4 Handlungskompetenzbereiche des Morgens statt.

Benotung

Im Anschluss ans Fachgespräch beurteilt das Expertenteam die Leistungen der Kandidatin/des Kandidaten und benotet diese. Die praktische Sequenz wird dabei mit 2/3, die Präsentation und das Fachgespräch zusammen mit 1/3 gewichtet.

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